Talent-Watch: Mick Schmetgens– Werders Abwehrchef von morgen!

von Kulli - 29.Okt. - 20:00

In Bremen beginnt ein neues Kapitel. Während andernorts noch über Geduld mit Talenten diskutiert wird, setzt Werder längst auf sie – entschlossen, mutig und mit einem klaren Plan. Unter Trainer Horst Steffen hat sich das Selbstverständnis an der Weser verändert: Entwicklung steht über Erfahrung, Zukunft über Verwaltung. Mit Mick Schmetgens wächst in Bremen der nächste Innenverteidiger heran.

„Jugend horcht!“ So könnte man die aktuelle und zukünftige Devise beim SV Werder Bremen nennen. Im Sommer wurde mit Horst Steffen ein Trainer installiert, der für seinen guten Umgang mit jungen Spielern bekannt ist. Steffens Vorgänger Ole Werner wurde hingegen für seinen Schonkurs kritisiert. In der neuen Spielzeit wird also vermehrt auf Youngster gesetzt – mit Erfolg. 

Der Altersdurchschnitt der Steffen-Elf liegt bei 24,4 Jahren. Spieler wie Karim Coulibaly, Mio Backhaus, Samuel Mbangula sowie Patrice Covic machen schon früh auf sich aufmerksam. Aber auch im Bremer Nachwuchs schlummern bereits die einen oder anderen Juwelen. 

Beispiele hierfür sind der großgewachsene Stürmer Salim Musah und Mittelfeldmann Wesley Adeh. Auf einen Spieler jedoch lohnt es sich, einen gesonderten Blick zu werfen: Mick Schmetgens. 

Der 1,90 Meter große Innenverteidiger war Teil der Bremer Nachwuchself, die in der vergangenen Saison den Juniorenpokal in Babelsberg gewann. Zusammen mit Innenverteidiger-Kompagnon Coulibaly spielte er eine starke Saison. Aktuell beweisen sich die beiden in der U19-Nationalmannschaft des DFB und fungieren dort als eingespieltes Duo. Schmetgens erzielte in der zurückliegenden Länderspielperiode einen Treffer und legte einen weiteren auf. Schmetgens überzeugt unter anderem durch seine gute Zweikampfführung. 

Mit seinen 1,90 Metern gewann er in der vergangenen Saison 62,3 Prozent seiner Kopfballduelle und 70,5 Prozent am Boden. Zudem verfügt der 18-Jährige über ein ordentliches Stellungsspiel – laut Wyscout fing er 6,89 Mal pro Spiel den Ball ab. Auch im Tackling agiert er überdurchschnittlich. Dazu kommt eine sehr faire Spielweise mit durchschnittlich nur 0,54 Fouls pro 90 Minuten. Außerdem kann man Schmetgens als modernen Innenverteidiger bezeichnen: 8,83 progressive Pässe und 1,18 progressive Carries – also raumgewinnende Läufe – sprechen für sich. Dabei ist der junge Innenverteidiger ballsicher: 75 Prozent seiner Dribblings sind erfolgreich, und schon in jungen Jahren strahlt er eine bemerkenswerte Ruhe aus. 

Verbesserungsbedarf hat er indes im langen Passspiel – hier bringt er nur 46,83 Prozent seiner Bälle zum Mitspieler. Grundlegend muss sich Schmetgens noch auf Profiniveau beweisen, in der Regionalliga macht er jedoch merkliche Fortschritte und wird sicherlich bald Teil des Profikaders der Hanseaten sein. 

Mit Karim Coulibaly und Mick Schmetgens ist die Zukunft auf Bremer Seite: zwei hochveranlagte Innenverteidiger, beide mit 18 Jahren erst im Frühstadium ihrer Laufbahn. Im Werderland darf geträumt werden!

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