Talent-Watch: Hamzath Mohamadou – Der 14-Jährige, der schon die U17 des BVB aufmischt!

von Jaden - 21.Okt. - 10:00

Der BVB hat wieder ein Ausnahmetalent in den eigenen Reihen. Der erst 14-jährige Hamzath Mohamadou steht erstmal im YouthLeague Aufgebot der Dortmunder und könnte bei Einsatz zum jüngsten Debütanten der schwarz-gelben werden und das selbst vor namenhaften Spielern wie Moukoko, Pulisic und Gittens. Der Offensivspieler, geboren 2011 in Wolfsburg, ist bereits Stammspieler in der U17 des BVB und hat in 8 Einsätzen schon 3 Scorer gesammelt. Doch was macht Mohamadou eigentlich so besonders?

Pfeilschneller Linksaußen Mohamadou kommt primär über die linke Seite, wo er sich meist breit positioniert, den Ball fordert und mit Tempo nach Innen zieht. Typ inverser Flügelspieler also – und einer, der regelmäßig seine Gegner mit seiner Explosivität und Technik aussteigen lässt. Sein Antritt ist brutal schnell, die Ballmitnahme und der First-Touch sauber. Generell bringt Mohamadou sehr viel Flair und Spielwitz mit. Physisch kann er trotz seines Alters schon gut mithalten, ohne dabei auf U17-Niveau zu dominieren. Gegen körperbetonte Bochumer (1:4 Niederlage) wäre seine Physis jedoch nicht ausreichend gewesen, wodurch er nur einen Kurzeinsatz erhielt. Er löst viele Situationen über Technik und Dynamik – weniger über Körper, sondern primär fußballerisch. Ein richtiger Generation Broich-Baller. Sobald er den Ball am Fuß hat, sucht er konsequent das 1-vs-1. Mit schnellen, engen Kontakten und viel Selbstvertrauen zieht er nach innen, um selbst zum Abschluss zu kommen oder den Mitspieler am zweiten Pfosten zu bedienen. 

Sein Dribbling ist einer seiner größten Waffen. Mit flinker Fußarbeit, starkem Rhythmus- und Tempowechsel und gutem Gefühl für Raum und Timing kann Mohamadou sich auf engem Raum durchsetzen. Vor allem mit rechts hat er ein brutales, explosives 1-vs-1 Dribbling, während er den linken Fuß noch zu selten nutzt – sowohl im Dribbling als auch im Passspiel. Das schränkt ihn aktuell noch etwas in der Handlungsschnelligkeit und in seiner Entscheidungsfindung ein. Sein Passing ist generell auf einem soliden Niveau, aber auch keine Stärke. Gerade in Situationen, in denen er den Ball schnell mit links weiterleiten müsste, nimmt er lieber Tempo raus oder zieht zurück auf rechts. Das ist typisch für Spieler seines Alters, aber ein logischer Entwicklungsschritt, den er in den kommenden Jahren machen muss und auch wird. 

Wenn Mohamadou invers zieht, hat er ein klares Ziel: den eigenen Abschluss. Seine Schusstechnik mit rechts ist wuchtig, der Ball hat Zug, aber ihm fehlt noch die Präzision, um regelmäßiger zu scoren. Trotzdem: Für einen 14-Jährigen zeigt er bereits ein bemerkenswert gutes Verständnis dafür, wann und wo er abschließen kann. Sein Spiel im letzten Drittel wirkt generell gut strukturiert. Statt zu viele Touches zu nehmen, sucht er gezielt den Mitspieler in der Box – vermutlich auch Teil der taktischen Vorgaben. Link-Up-Plays im klassischen Sinne sieht man von ihm seltener, ein klar zu verbessernder Punkt. Spielintelligenz und Offensivdrang Auffällig ist seine Aktivität in der Offensive. Mohamadou bietet immer wieder Tiefenläufe an, kommuniziert viel, bewegt sich clever hinter die Abwehr und hat ein gutes Gefühl für den Raum hinter sich. Er erkennt, wann er nachrücken kann und bewegt sich im richtigen Moment in die Halbräume. Das wirkt nicht wie Zufall, sondern wie ein Spieler, der das Spiel versteht und aktiv teilnehmen will. Defensiv ist sein Einsatzverhalten dagegen noch ausbaufähig. Im Gegenpressing fehlt manchmal der letzte Schritt, das Stellungsspiel wirkt phasenweise noch ungeschliffen – verständlich in seinem Alter, aber ein Aspekt, an dem er arbeiten muss, um langfristig auf Top-Niveau anzukommen.

Hamzath Mohamadou ist einer der spannendsten Offensivspieler seines Jahrgangs, nicht nur in Deutschland. 

Seine Explosivität, Technik, Flair und das Selbstverständnis, mit dem er in der U17 des BVB agiert, lassen erahnen, welches Potenzial in ihm steckt. Wenn er seinen linken Fuß verbessert, möglichst verletzungsfrei bleibt und sein Spiel im Pressing schärft, könnte er der nächste Offensivspieler aus der Dortmunder Talentschmiede werden, der den Durchbruch schafft. 

Bei richtiger Förderung und ähnlich-konstanter Entwicklung traue ich ihm auf jeden Fall den Schritt zu, aber bis dahin liegt noch ein langer Weg. Den Namen Mohamadou sollte man sich trotzdem merken.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.