Montader Madjed im Scouting-Check: Hammarbys Flügel-Juwel!

von Kulli - 30.Sep. - 14:50

Hammarby IF spielt eine gute Saison in der schwedischen Allsvenskan. Nach 25 Spielen befindet sich das Team auf dem zweiten Tabellenplatz, die Meisterschaft ist jedoch nach aktuellem Stand unrealistisch. Unrealistisch ist allerdings nicht, dass der Name Montader Madjed künftig in Europa für Furore sorgen wird – in Schweden tut er dies bereits. Im folgenden Artikel stelle ich den jungen Flügelspieler vor und beleuchte sowohl seine Stärken als auch seine Schwächen.

Wie bereits angeführt, ist Montader Madjed nominell als Flügelspieler unterwegs. Auf dem Spielfeld wirbelt er jedoch gerne überall dort herum, wo sich Räume für den Linksfuß bieten. In der laufenden Saison hat der 20-Jährige in 24 Spielen sechs Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Damit gelingt ihm im Schnitt alle drei Spiele ein Scorerpunkt. Zudem wurde Madjed mittlerweile für die irakische Nationalmannschaft nominiert. Der gebürtige Malmöer hat laut transfermarkt.de einen Marktwert von rund 2,5 Millionen Euro. 

Nach den Fakten werfen wir nun einen Blick auf die Stärken Madjeds. Auf den ersten Blick fällt sein starkes Dribbling auf, was sich auch in den Daten widerspiegelt. Laut Wyscout haben seine Dribblings eine Erfolgsquote von 67,6 Prozent, bei gleichzeitig hoher Frequenz. Madjed führt den Ball nah am Fuß und überzeugt zudem mit einem guten ersten Kontakt, mit dem er den Ball gerne am Gegenspieler vorbeilegt. Oft wirken seine Aktionen leichtfüßig, seine Spielweise ist extrem technisch versiert. Hinzu kommt ein sauberes Passspiel. 92 Prozent seiner Kurzpässe erreichen den Mitspieler, auf engem Raum wirkt er sicher. Darüber hinaus trägt er den Ball gerne nach vorne und gibt mit Tiefenläufen und progressiven Dribblings das Tempo vor. 

Statistisch zeigt sich das in 8,5 progressiven Dribblings pro 90 Minuten. Dabei kommt dem 1,82 Meter großen Linksfuß auch sein gutes Tempo zugute. Im Strafraum angekommen, zeigt sich der Flügelspieler von Hammarby IF aktiv. Er sucht selbst häufig den Abschluss, kreiert aber auch Chancen für seine Mitspieler. Vor dem Tor ist er effizient, zudem gefährlich aus der Distanz, da seine Schüsse oft mit viel Effet aufs gegnerische Gehäuse kommen. Wie so oft bei Youngsters treten neben den Stärken auch einige Schwächen zutage. Madjed braucht häufig noch zu lange für seine Aktionen. 

Im Video-Scouting entsteht zudem der Eindruck, dass der junge Iraker bisweilen zu eigensinnig agiert – etwas, das jedoch typisch für Spieler seines Alters ist. Hinzu kommt, dass er beim Passspiel selten Risiko eingeht. Seine 3,34 progressiven Pässe pro 90 Minuten sind im unteren Ligadrittel einzuordnen. Auch gegen den Ball sind seine Werte eher schwach, was allerdings auch am hohen Ballbesitz von Hammarby liegt, der durchschnittlich bei 62 Prozent pro Spiel liegt – ein Umstand, der Madjeds Spielweise natürlich zugutekommt. Im Flankenspiel muss er ebenfalls noch Fortschritte machen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der irakische Nationalspieler offensiv viel Potenzial mitbringt, um eine lange Karriere in Europa zu absolvieren. Allzu lange wird er vermutlich nicht mehr in der schwedischen Allsvenskan bleiben, die als Ausbildungsliga bekanntlich ein gutes Sprungbrett für junge Spieler dient – etwas, das Montader Madjed aktuell bestens für sich zu nutzen weiß.

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