Duranville ist zurück! Doch sein Comeback endet bitter für die BVB U23!

von Sven - 2.Nov - 15:55

Ein Heimspiel mit besonderer Note: Nach monatelanger Verletzungspause steht Julien Duranville endlich wieder auf dem Platz. Beim 1:2 gegen den FC Bocholt feiert der Flügelspieler sein Comeback für die BVB U23. Doch die Euphorie um seine Rückkehr kann die bittere Niederlage nicht kaschieren.

Der 14. Spieltag der Regionalliga West stand für die BVB U23 unter besonderen Vorzeichen. Nach überstandener Schultergelenksprengung kehrte Julien Duranville erstmals seit Monaten zurück auf den Platz und das gleich überraschend in der Startelf. Beim Heimspiel gegen den FC Bocholt durfte das belgische Offensivtalent auf dem linken Flügel beginnen. Trainer Daniel Rios veränderte seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche nur auf zwei Positionen: Foti ersetzte Kaba (bei der U17 WM für Deutschland) auf der Sechs, Duranville rückte für Campbell (nicht im Kader) auf den Flügel.

Die Schwarzgelben gingen mit einer Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in die Partie, während Bocholt zuletzt den VfL Bochum II bezwungen hatte. Auf dem Papier also klare Rollenverteilung, doch auf dem Platz zeigte sich schnell, es würde kein Spaziergang werden.

Bocholt startete aggressiv, suchte die Zweikämpfe und brachte den BVB mit seiner körperlichen Präsenz aus dem Rhythmus. Die Dortmunder taten sich schwer, kontrollierte Ballbesitzphasen in gefährliche Situationen umzuwandeln. Zu viele lange Bälle, zu wenig Verbindungen im letzten Drittel.

In der 24. Minute fiel dann die logische Konsequenz. Nach einem langen Einwurf und einer unglücklichen Abwehraktion stand ein Bocholter richtig und drückte den Ball zum 0:1 über die Linie. Innenverteidiger Hüning war währenddessen behandelt worden und fehlte beim Gegentor in der Defensive.

Offensiv kam vom BVB zunächst wenig. Auch Duranville, der nach seiner langen Pause noch sichtbar mit Rhythmus und Körperhärte kämpfte, konnte kaum Akzente setzen. Die Ansätze, schnelle Drehungen, Dribblings, Spielwitz, blitzten auf, doch es fehlte an Output und Unterstützung.

Nach dem Seitenwechsel kam Dortmund besser in die Partie. Hüning hatte direkt nach Wiederanpfiff eine gute Kopfballchance, ehe der Ausgleich folgte. Eine Hereingabe von Drakas fand Routinier Eberwein, der in der 52. Minute per Kopf zum 1:1 traf.

Kurz darauf war Duranvilles Comeback beendet. Nach gut 55 Minuten wurde er ausgewechselt, ein ordentlicher erster Auftritt nach langer Leidenszeit, mehr Wille als Wirkung, aber ein wichtiger Schritt in Richtung Fitness und Spielfluss.

Doch die Freude über den Ausgleich währte nicht lange. In der 76. Minute schlug Bocholt erneut zu. Eine Flanke aus dem Halbfeld fand den Kopf eines Angreifers, Krevsun kam zu spät, 1:2. Der BVB wirkte in der Schlussphase fahrig, emotional überdreht und haderte zu oft mit Schiedsrichterentscheidungen, statt die Kontrolle zu übernehmen.

Am Ende stand eine verdiente Niederlage. Nicht, weil Bocholt klar besser war, sondern weil Dortmund zu wenig aus seiner individuellen Qualität machte und den körperlichen Kampf des Spiels nicht annahm. Nach der positiven Entwicklung der letzten Wochen also wieder ein kleiner Dämpfer.

Positiv: Die Verteidigung mit Mané, Hüning und Kabar arbeitete solide, auch wenn die Gegentore bitter waren. Negativ: Azhil, Paulina und auch Duranville blieben hinter ihren Möglichkeiten.

Mit dem anstehenden Derby gegen Schalke 04 II wartet nun der nächste Charaktertest. Vielleicht genau das richtige Spiel, um wieder Leidenschaft und Mentalität auf den Platz zu bringen. Und vielleicht auch, um einen etwas freieren, spielfreudigeren Duranville zu sehen, den man beim BVB in Zukunft wieder in der Bundesliga sehen will.

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