Werder Bremen unterliegt effizienten Freiburgern mit 0:3!

von Kulli - 20.Sep. - 20:04

Am vierten Spieltag gastierte der Sport-Club Freiburg beim SV Werder Bremen. Beide Teams hatten am vergangenen Spieltag ihren ersten Sieg der noch jungen Saison eingefahren. Die Erfolgserlebnisse sollten somit mit ins nächste Spiel genommen werden – jedoch schaffte dies nur eine der beiden Mannschaften.

Personell gab es die eine oder andere Überraschung. Samuel Mbangula schaffte es nicht rechtzeitig ins Bremer Aufgebot – den Neuzugang aus Turin plagen aktuell Oberschenkelprobleme. Auch Victor Boniface nahm zunächst auf der Bank Platz. Auf Freiburger Seite durfte es sich Igor Matanović auf der Auswechselbank gemütlich machen. Nach seinem Doppelpack gegen den VfB Stuttgart hatten viele mit dem Startelfdebüt des Zielspielers gerechnet. 

In der Anfangsviertelstunde war es ein Spiel zwischen den Strafräumen. Werder hatte mehr Ballbesitz, der SC versuchte es über schnelles und geradliniges Umschaltspiel. In Minute 18 ergab sich so auch die erste Chance der Gäste – Junior Adamu fehlte vor Backhaus die Ruhe in der Ballbehandlung. Nach einer halben Stunde kam es dann zu Unruhe im Bremer Strafraum: Cameron Puertas bekam einen Stoß in den Rücken und spielte in der Folge den Ball mit dem Oberarm. Schiedsrichter Timo Gerach entschied auf Elfmeter für Freiburg – zum Unverständnis der Bremer. 

Vincenzo Grifo verwandelte souverän, Torwart Mio Backhaus streckte sich vergeblich. Bis zur Pause passierte wenig. Der über den Elfmeterpfiff frustrierte Puertas holte sich wenige Minuten vor der Halbzeit eine unnötige Gelbe Karte ab. Glück hatte Grün-Weiß bei Grifos zweitem guten Abschluss – dieser landete am rechten Lattenkreuz. 

 

Die zweite Halbzeit begann ohne personelle Veränderungen. Werder hatte die Pause gutgetan, man versuchte, mehr Spielkontrolle zu erlangen. In der Anfangsphase der zweiten Hälfte kam dann Euphorie im Stadion auf: Star-Neuzugang Victor Boniface machte sich für eine Einwechslung bereit. Auch die Gäste reagierten – jedoch freuten sie sich über etwas Zählbares. Nach einer guten Einzelaktion von Grifo musste Junior Adamu nur noch den Fuß hinhalten und erzielte das 2:0 für die Breisgauer. Mit dem Tor rechtfertigte der Österreicher seine Startelfnominierung. 

Das Spiel nahm nun ein wenig an Fahrt auf. Jordy Makengo spielte den Ball im Freiburger Strafraum mit dem Oberarm. Gerach entschied sich nach dem Studium des Videomaterials erneut für einen Strafstoß. Romano Schmid, der in den letzten beiden Ligaspielen vom Punkt erfolgreich war, scheiterte jedoch an Noah Atubolu – Schlüsselminuten am Osterdeich. In der Folge versuchte es Werder weiter, kam aber kaum zu Chancen – viel Aufwand, wenig Ertrag. Der Sport-Club zeigte sich deutlich reifer und effizienter. In Minute 75 scheiterte Derry Scherhant zunächst an Mio Backhaus, den Abpraller bugsierte Bremens Coulibaly zum 0:3 ins eigene Tor – die Entscheidung. Die Messe war gelesen. 

Außer einer Parade von Backhaus gegen Höler passierte nichts Nennenswertes mehr. Werder machte im Vergleich zum Auswärtsspiel in Mönchengladbach einen großen Rückschritt. Grün-Weiß ließ jegliche Kreativität, Durchschlagskraft sowie Kaltschnäuzigkeit vermissen. Freiburg hingegen hat die Länderspielpause sichtlich genutzt, um die defensive Kompaktheit wiederherzustellen. Aus nahezu 61 Prozent Ballbesitz erspielten sich die Werderaner kaum gefährliche Möglichkeiten. Das allein auf das Fehlen Mbangulas zu schieben, wäre arg fahrlässig. Victor Boniface ist noch lange nicht bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit. 

Werder befindet sich augenscheinlich in einem längerwierigen Prozess – verständlich bei den Kaderveränderungen samt neuem Trainer. Trotzdem lässt einen die offensive Hilflosigkeit gegen einen tief stehenden Gegner nachdenklich werden.

 In der nächsten Woche gastiert Werder beim aktuellen (und sonst klassischen) Nonplusultra der Bundesliga – dem FC Bayern München. Für den Sport-Club aus Freiburg geht es schon am Mittwoch weiter: Dann beginnt zuhause gegen den FC Basel die diesjährige EuropaLeague-Saison.

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